Spielregeln: Baccara
Das Spiel
Dieser exklusive Klassiker
des Kartenspiels entstand bereits Ende des 18. Jahrhunderts in
Frankreich. Die in den deutschen Casinos angebotene Variante
bezeichnet man auch als "chemin de Fer" (frz.: "der Weg des
Eisens" gemeint ist damit die Kartenschaufel). Das Regelwerk
des Baccaraspiels ist umfangreich und mit zahlreichen
Ergänzungen und Zusätzen versehen die teilweise je nach
Spielbank variieren. Daher sind die hier wiedergegebenen
Spielregeln nur als unverbindliches Basiswissen zu
verstehen.
Spielregeln
Es spielen zwei Parteien
gegeneinander, die Bankhalter und die Ponte. Zu Beginn erhält
jeder zwei Karten aus einem 52er Blatt. Die Werte der Karten
sind folgende: As: 1, Zehn und Bilder: 0, alle Zahlen:
aufgedruckter Wert. Die erreichbare Höchstpunktezahl beträgt 9
(kann durch Addition von zwei oder drei Karten erreicht
werden). Bei mehr als zehn Punkten werden von der Summe der
Kartenwerte 10 Punkte abgezogen z.B. 7 + 5 = 12 zählt 2, Bild
(z.B. Dame) + 9 + 8 = 17 zählt 7.
Nach der ersten Kartenausgabe muss sich der Ponte
"erklären" d.h. wenn nach Addition sein Punktwert zwischen 0
und 4 liegt fordert er eine dritte Karte an, beim Punktewert
5, hat er die Wahl, eine dritte Karte zu anzufordern oder es
sein zu lassen, beim Punktewert 6 oder 7 fordert er keine
weitere Karte an. Bei 8 oder 9 deckt er die Karten sofort auf,
dadurch kann die Gegenseite keine dritte Karte ziehen. Dies
nennt man Schlagrecht. Umgekehrt steht dieses Schlagrecht
natürlich auch dem Bankhalter. Nachdem der Ponte sich "erklärt
hat", ist der Bankhalter an der Reihe sich zu seinen Karten zu
äußern, auch er tut dies in der oben beschriebenen Weise.
Verliert der Bankhalter das Spiel ("Coup") muss er die Bank an
den rechts von ihm sitzenden Mitspieler übergeben.
Suite
Gewinnt der Bankhalter, behält er
die Bank in der nächsten Runde, kann dieses aber nach einer
bestimmten Anzahl an gewonnenen Coups freiwillig abgeben. Dies
nennt man dann "Suite". Der Croupier bietet das Bankrecht in
diesem Falle den anderen Spielern zum Erwerb an. Sind die
Mitspieler nicht bereit dieses für den vollen Preis zu
erwerben, wird es an den meistbietenden Spieler versteigert.
Wenn der neue Bankhalter seine "Suite" verliert, geht diese an
den rechts von ihm sitzenden Mitspieler über. Beratung durch
den Croupier: Jeder Mitspieler hat das Recht auf Beratung
durch den Croupier, ein Service der vor allem Anfängern den
Einstieg erleichtert. Wer jedoch eine solche Beratung in
Anspruch nimmt, sollte wissen, dass in diesem Falle die
Ratschläge des Croupiers verbindlich sind und daher befolgt
werden müssen.
Beratung durch den Croupier
Jeder
Mitspieler hat das Recht auf Beratung durch den Croupier, ein
Service der vor allem Anfängern den Einstieg erleichtert. Wer
jedoch eine solche Beratung in Anspruch nimmt, sollte wissen,
dass in diesem Falle die Ratschläge des Croupiers verbindlich
sind und daher befolgt werden müssen.
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